Gute Nachricht für die Welt 1. Lesung: Gen 1,1-2,2| 2. Lesung: Gen 22,1-18| 3. Lesung: Ex 14,15-15,1| 4. Lesung: Jes 54,5-14| 5. Lesung: Jes 55,1-11| 6. Lesung: Bar 3,9-15.32-4,4| 7. Lesung: Ez 36,16-17a18-28| Epistel: Röm 6,3-11| Evangelium: Mt 28,1-10
In den Augen der Hohepriester und der Pharisäer ist das Schlimmste des Vorstellbaren eingetreten: Er – Jesus – ist von den Toten auferstanden. Um eine solch mögliche Nachricht zu verhindern, sprachen sie bei Pilatus vor und vereinbarten, dass Wächter das Grab bewachen.
Es kommt einem Erdbeben gleich, diese Botschaft: Er lebt. Es ist allein Matthäus, der die Auferstehung mit dem Bild des Erdenbebens verbindet. Vermutlich vermögen meine Worte und Gedanken diese Wucht der Botschaft nicht zu beschreiben. Der Tod hat verloren. Das bewachte Grab konnte es nicht verhindern. Das Leben siegt.
Es ist das Evangelium, die gute Nachricht für die Welt. Die Botschaft von der Auferstehung ist das Evangelium schlechthin im Gegensatz zu den vielen Evangelien, mit dem das Römische Imperium sich selbstgefällig lobte. Wenn eine Schlacht gewonnen wurde, dann lief jemand zum Kaiser und überbrachte das Evangelium, die Siegesbotschaft – auf Griechisch: „Euangelion“. Sie bejubelten viele Evangelien.
Zeugen dieses einzigartigen und einmaligen Evangeliums sind zunächst Frauen: Maria von Magdala und die andere Maria. Sie vernehmen das Evangelium von einem Engel. Es eine Botschaft, die aus einer „anderen Welt“ kommt: Der Sieg über den Tod. Es sind keine Gedanken oder Überlegungen der Frauen selbst. Überbringer der Botschaft ist ein helllichter Engel im weißen Gewand.
Der Engel gibt den Frauen eine Anweisung für die Brüder, die Jünger mit: Sie sollen nach Galiläa gehen, dort werden sie den Auferstandenen sehen. Sie werden IHN sehen, wenn sie dort weitermachen, wo ER – Jesus – mit ihnen angefangen hat; wenn sie weitermachen, was ER begonnen hat. Die Frauen sind voller Leben. Sie freuen sich. Sie eilen zu den Jüngern. Sie begegnen dem Leben, dem Auferstandenen.
Die Wächter dagegen waren wie tot. Sie vernehmen keine Stimme und vermögen das Geschehen weder einzuordnen noch zu deuten. Einige von ihnen wollen ihre Haut retten. Sie lassen sich von den Hohepriestern bestechen und verbreiten das Gerücht, die Jünger seien in der Nacht gekommen und hätten Jesus mitgenommen. Der gestohlene Leichnam – ein „Fake“, nichts mehr, würde man wohl heute sagen.
Ostern verursachte ein Beben, Erdbeben. Es gab Gruppen, Machenschaften, die mit der Kreuzigung, mit dem Tod Jesu ein Problem lösen wollten, d.h. endlich seine Wirkkraft auszulöschen versuchten. Sie täuschten sich. Wir feiern sein Leben und dass ER weiterwirkt.
Es darf nachdenklich stimmen, meinen zu wollen, mit gezieltem oder willkürlichem Töten von Menschen werden Probleme gelöst. Die Wirkkraft von Märtyrerinnen oder Märtyrern entzieht sich der menschlichen Kontrolle. Die Wächter waren wie tot.
Ostern steht in Verbindung mit einem gewaltigen Beben. Einem Beben, das weder Häuser zum Einsturz brachte noch Menschen tötete, sondern Gräber öffnete und für einige ein neues Leben begann.
Wenn Sie den Text der 1. Lesung aus dem Buch Génesis anhören möchten:
Wenn Sie den Text der 2. Lesung aus dem Buch Génesis anhören möchten:
Wenn Sie den Text der 3. Lesung aus dem Buch Éxodus anhören möchten:
Wenn Sie den Text der 4. Lesung aus dem Buch Jesája anhören möchten:
Wenn Sie den Text der 5. Lesung aus dem Buch Jesája anhören möchten:
Wenn Sie den Text der 6. Lesung aus dem Buch Baruch anhören möchten:
Wenn Sie den Text der 7. Lesung aus dem Buch Ezéchiel anhören möchten:
Wenn Sie den Text der Epistel aus dem Brief des Apostels Paulus an dei Gemeinde ein Rom anhören möchten:
Wenn Sie den Text aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus anhören möchten:
In unseren Gedanken zu den Texten der Sonntage haben wir schon öfter auf die Problematik von Textauslassungen hingewiesen. Wir wollen einen Versuch starten und werden ab dem Beginn des neuen Lesejahres die Texte in der Länge der biblischen Verfasser lesen.
Seit Jahrhunderten beeindruckt die Bibel Menschen mit ihren Formulierungen. In der Zeit ihrer Entstehung für jeden verständlich brauchen Leserinnen und Leser von heute eine Übersetzung dieser Texte. Jede Übersetzung ist in gewisser Weise auch eine Deutung der Schrift. Die Einheitsübersetzung ist uns bereits vertraut. Wir wollen bewusst mit Beginn des neuen Kirchenjahres eine andere Übersetzung verwenden, um uns neu von den Texten überraschen zu lassen. Wir haben uns für die Übersetzung der BasisBibel entschieden, die seit Januar 2021 vollständig vorliegt. Die BasisBibel ist die Bibelübersetzung für das 21. Jahrhundert: klare Sprache, kurze Sätze und verständliche Sprache.